Spiritualität

 
Oh noche amable más que el alborada!
(O Nacht, die holder ist als das Frührot!)
 
Ägid Van Broeckhoven (Arbeiterpriester + 1967 bei einem Betriebsunfall)
 
Es ist uns wichtig, unseren Glauben nicht nur in den überlieferten Formen der kirchlichen Tradition zu leben und zu bewahren, sondern die Menschen zu ermutigen, einen sehr persönlichen Weg der Gottesbegegnung zu gehen.
 
Traditionen zu leben und zu pflegen ist etwas sehr Schönes, und es wird immer zum Leben einer Gemeinde und der Kirche gehören, doch das Eigentliche an der Befreiungstat Gottes im Menschen ereignet sich in der Tiefe eines jeden Menschen ganz persönlich.
Gott wohnt uns ganz inne, wir sind sein lebendiger Tempel, er ist die Quelle, die in uns zum Leben fließt.
Das ist die Aufgabe der Kirche: Menschen durch alle Nächte, durch alle Verzweiflung, durch alle Hoffnungslosigkeit hindurch zu ermutigen, zu dieser Quelle zu finden und zu gehen, um dort in den Lebensstrom des Ewigen zu gelangen.
Unsere Verkündung und unsere Bezeugung des Glaubens gipfelt daher nicht in Ratschlägen und in speziellen Angeboten, nicht in Weisungen und nicht in Verwehrungen, sondern in der sachten Begleitung der Menschen, ihren eigenen Gottesweg zu finden. Wir lernen dabei von den alten Mystikern wie Meister Ekkhard, Heinrich Seuse, Hildegard von Bingen, Katharina von Siena, Johannes vom Kreuz, Madlen Delbrel, dem oben zitierten Ägid van Broeckhoven und vielen anderen.
 
Denn der Fromme von morgen wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein. (Karl Rahner)
 
Es gibt auch viele spirituelle Angebote im Netz.