Die kleine romanische Kapelle stammt aus dem 9./10. Jahrhundert und liegt direkt am Bodenseeufer in Goldbach. Sie ist eines der ältesten Heiligtümer im Bodenseegebiet. Über einen Bahnübergang ist sie zu erreichen.
Im Inneren befinden sich Fresken der Reichenauer Malschule mit Darstellungen von Wundertaten Jesu, welche mehrfach durch spätere Innenraumüberarbeitungen überdeckt waren. Nach der letzten Restaurierung sind alle verschiedenen Fassungen erkennbar.
Im Inneren befinden sich Fresken der Reichenauer Malschule mit Darstellungen von Wundertaten Jesu, welche mehrfach durch spätere Innenraumüberarbeitungen überdeckt waren. Nach der letzten Restaurierung sind alle verschiedenen Fassungen erkennbar.
Der Bau der Kapelle geht auf eine Stiftung des alamannischen Grafen Alpger zurück, der aus dem Linzgau stammte und Berater am Kaiserhof Karls des Großen war. Wohl unmittelbar nach der Fertigstellung des Kirchleins um 840, malten Mönche des Klosters Reichenau sein Inneres mit einem aufwändigen, perspektivisch wirkenden Mäanderband und einer Widmungsinschrift aus. Ob es auch einen Bilderzyklus gab, ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich.
Die als Fragment erhaltene Inschrift in Gedichtform, deren Wortlaut eine karolingische Handschrift überliefert, ist einzigartig. Das Gedicht „In ecclesia sancti martiani – in golhdbah“ stammt von dem berühmten Reichenauer Abt Walahfried Strabo (um 808/9-849), der als Diplomat am Hof Karls des Großen tätig war und zu den herausragenden Dichtern und Gelehrten seiner Zeit gehört.
Nach einer Vergrößerung der Kapelle im frühen 10. Jahrhundert statteten wiederum Reichenauer Mönche das Innere mit Wandmalereien aus. Stifter des Umbaus war das adelige Ehepaar Winidhere und Hiltepurg. Beide sind auf dem Stifterbild über dem Chorbogen dargestellt.
Durch diesen Freskenschmuck, der auf eine neue Putzschicht aufgetragen wurde, wurden die karolingischen Malereien vollständig überdeckt. Eng mit der Ausstattung der Reichenauer St. Georgs-Kirche verwandt, zeigen die ottonischen Fresken Szenen aus dem Leben Jesu sowie Christus und die 12 Apostel.
Die als Fragment erhaltene Inschrift in Gedichtform, deren Wortlaut eine karolingische Handschrift überliefert, ist einzigartig. Das Gedicht „In ecclesia sancti martiani – in golhdbah“ stammt von dem berühmten Reichenauer Abt Walahfried Strabo (um 808/9-849), der als Diplomat am Hof Karls des Großen tätig war und zu den herausragenden Dichtern und Gelehrten seiner Zeit gehört.
Nach einer Vergrößerung der Kapelle im frühen 10. Jahrhundert statteten wiederum Reichenauer Mönche das Innere mit Wandmalereien aus. Stifter des Umbaus war das adelige Ehepaar Winidhere und Hiltepurg. Beide sind auf dem Stifterbild über dem Chorbogen dargestellt.
Durch diesen Freskenschmuck, der auf eine neue Putzschicht aufgetragen wurde, wurden die karolingischen Malereien vollständig überdeckt. Eng mit der Ausstattung der Reichenauer St. Georgs-Kirche verwandt, zeigen die ottonischen Fresken Szenen aus dem Leben Jesu sowie Christus und die 12 Apostel.
Die Kapelle ist im Besitz der Münstergemeinde, die auch für die Benutzung und den Erhalt verantwortlich ist.
