Die Jodokkirche ist in der Aufkircherstraße in der Häuserzeile des Dorfes integriert.

Zu Ehren des Pilgerpatrons Jodok stiftete um 1424 Burkart Hipp, ein Bürger der Stadt, die Jodokkirche. 1462 wurde sie als Kirche der Jakobsbruderschaft geweiht, die Pilgern damals freie Unterkunft und Verpflegung gab. Rechts neben dem Portal steht in einer Nische die Skulptur des heiligen Jakobus, ausgestattet mit seinen Attributen, dem Pilgerstab und Pilgerhut mit Muschel.

Die kleine Kirche liegt am Jakobsweg. Der Pilgerweg ist bis zum Landungsplatz gut ausgeschildert und führt mit dem Schiff nach Wallhausen, über Konstanz nach Maria Einsiedeln in der Schweiz und von da nach Santiago de Compostela in Spanien zum Grab des heiligen Jakobus. Die Jakobslegende, auch Hühnerwunder genannt, ist in Fresken an der linken Innenraumwand in 12 Bildern aus dem 15. Jahrhundert dargestellt. Weitere Fresken zeigen die heilige Kümmernis, die 14 Nothelfer, sowie die drei lebenden und drei toten Jünglinge.

Noch heute erhält der Jakobspilger in der Nachbarschaft den Schlüssel zur Kirche sowie den Pilgerstempel. Die Ehepaare Ursula und Robert Wiest, sowie Nikolaus und Katja Kitt, die neben der Jodokkirche in der Aufkircherstraße wohnen, sind als Kustoden seit 2014 im Dienst, pflegen und öffnen die Kirche und geben damit Menschen Raum, um Gott zu erfahren.

Seit 2004 hat die Dorfgemeinschaft wieder den Aufbau und Schmuck des Altares vor der Kirche als Station bei der Schwedenprozession übernommen.