
1882 wurde die alte Kirche abgebrochen und am 22. Juli 1883 legte man den Grundstein zu einer neuen Kirche, am gleichen Platz. Es entstand die neugotische Kirche St. Verena mit Schablonenmalerei, einer reichhaltigen Figurenausstattung und Zierwerk. Die kirchliche Einsegnung fand am 8. Februar 1885 statt.
1934 wurde Kirche und Turm renoviert und die Sakristei angebaut. Auch im Sommer 1968 erfolgte erneut eine Renovierung. Gestühl, Fußboden, Altar, Beichtstuhl und Kanzel wurden ausgebaut, ein Betonboden neu eingelassen, die Wände hell gestrichen, zur Verbesserung der Akustik eine neue Decke, neue Altarstufen und der neue Altar aus hellem, römischen Travertin eingebaut. Außer der Strahlenkranzmadonna wurden die meisten Figuren im Turm eingelagert. Die Gottesdienste wurden in dieser Zeit im Saal des Gasthauses "Kreuz" gefeiert.

Handlungsbedarf hatte insbesondere auch bei der technischen Einrichtung bestanden. Die gesamte Elektrik und die Heizung mussten im Zuge der Renovierung erneuert werden.
Es wurde ein neuer Boden aus einem widerstandsfähigen Anröchter Kalkstein eingebaut und ein neues Gestühl aus Eiche, das Architektin Beate Maier vom Erzbischöflichen Bauamt Konstanz eigens für St. Verena entworfen hat. Am Übergang zum Chorraum wurden wenige Stufen aus Travertin eingebaut, der gut mit dem Altar harmoniert.
Stellvertretend für die frühere Schablonenbemalung der gesamten Wände wurde in der Beichtkammer zumindest ein kleiner Abschnitt als Anschauungsbeispiel aus Fragmenten ergänzt und wieder hergestellt. Doch auch die gesamte Raumschale der Kirche wurde zumindest neu gefasst und mit farbigen Linien akzentuiert. Der Geist der Gründertage hat so wieder ein Gesicht bekommen. Für die Restaurierung der Figuren und der Kreuzwegdarstellungen auf Holz zeichnete Erich Buff aus Bingen verantwortlich. Speziell dafür hat die Pfarrgemeinde einige Spenden erhalten.
Am 9. Juli 2011 kehrte die Gemeinde wieder mit einem feierlichen Wiedereröffnungsgottesdienst in die Kirche St. Verena zurück.