Um das Jahr 800 wurde die Pfarrei Pfaffenhofen (das heutige Owingen) gegründet, und Billafingen wurde Filialkirche dieser Pfarrei. Gegen Ende des ersten Jahrtausends hat in Billafingen vermutlich ein Kirchlein gestanden, welches dem Hl. Moritz geweiht war. Dieses ist 1333 erstmals schriftlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde der heutige Turm, welcher auch als Wehrturm diente, erbaut. Da das Kirchlein zu klein wurde, ist es 1488 bis auf den Turm abgerissen worden und man erbaute die heutige St.-Mauritius-Kirche. Wahrscheinlich zeitgleich entstand ein eigenes Kirchspiel, und 1690 wurde die St. Josefsbruderschaft errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Bekrönung des Turms zerstört und die beiden Glocken geraubt.
Um das Jahr 1700 wurden der Hochaltar und die beiden Seitenaltäre barockisiert. Die St.-Mauritius-Kirche kämpfte über Jahrhunderte mit morschen Dachbodenbrettern und litt sehr unter Feuchtigkeit. Sie musste deshalb mehrfach renoviert werden. Der Ruf nach einem Kirchenneubau wurde immer lauter, scheiterte jedoch im 19. Jahrhundert an Geldmangel und zu Beginn des 20. Jahrhunderts an Krieg und Inflation. Nachdem die Neubaupläne abermals gescheitert waren, sah man sich gezwungen, die Kirche erneut in Stand zu setzen. Zuletzt erfolgte 1963 die Sanierung des Kirchenäußeren, in den 70er Jahren die Renovierung von Sakristei und Boden, 1998 von Turm und Dach und im Jahr darauf die fachgerechte Reinigung von Altären und Wänden.
Billafingens Streben nach eigener Pfarrei
Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde 1649 die Pfarrei Pfaffenhofen wieder mit einem Priester besetzt, was jedoch bei weitem nicht ausreichte, da auch die Orte Bambergen, Billafingen, Hohenbodman, Oberndorf, Owingen, Schwende und Taisersdorf zur Pfarrei gehörten. So wurde schließlich erreicht, dass ab 1665 ein zusätzlicher Kaplan die Seelsorge in Billafingen übernahm. Nun rissen die Bemühungen nicht mehr ab, auch vertraglich einen eigenen Pfarrer zu bekommen und man strebte immer wieder danach, Pfarrei zu werden. Man wollte die Verlegung der Kaplanei von Owingen nach Billafingen erreichen, was 1824 schließlich gelang, aber 1862 auf Drängen der Owinger wieder rückgängig gemacht wurde. Eine förmliche Übertragung nach Billafingen hat allerdings nie stattgefunden.
Zur Pfarrkuratie Billafingen gehören außerdem die Kapelle St. Georg Heggelbach sowie mehrere Feldkreuze und Gedenkstätten und eine Lourdesgrotte, die insbesondere im Monat Mai viele Gläubige zu Andachten anzieht.
Außerdem stehen der Gemeinde 2 Räume im Pfarrhaus sowie eine Garage beim Pfarrhaus zur Verfügung. Die Kuratei Billafingen besteht z.Z. aus 449 Mitgliedern (Stand: 31.12.2013).
aktives Gemeindeleben findet statt durch
Exerzitien im Alltag (Däschle) während der Fastenzeit
Kinderkirche während des Spätgottesdienstes im Kindergarten. Am Schluss des Gottesdienstes kommen die Kinder mit ihren Eltern und den Betreuern in die Kirche und bringen etwas mit z.B. ein Lied oder einen Tanz (Termine finden Sie im Blättle Owingen)
Liturgiekreis
Ministranten, Sternsinger. Die Billafinger Ministranten (ca. 20) bewirten das Patrozinium sowie einen Seniorennachmittag im Advent. Für die Adventsfeier mit den Senioren basteln die Ministranten kleine Geschenke, die der Nikolaus dann verteilt.